JeKi in St. Antonius

JEKI_AKK

Seit dem vergangenen Schuljahr hat nun auch die Katholische Schule St. Antonius die Möglichkeit, am von der Behörde für Schule und Berufsbildung unterstützten JeKi-Programm zur Förderung des Instrumentalspiels an Grundschulen teilzunehmen. Der Schulverein, der an unserer Schule dieses Projekt finanziell mitträgt, berichtet:

„JeKi wird an vielen Hamburger Grundschulen praktiziert, aber St. Antonius bietet es als einzige katholische Grundschule an. Durch die Dreizügigkeit der jetzigen ersten und zweiten Jahrgangsstufe kam es aber zu einer Finanzierungslücke, die der Schulverein schließen kann. Im letzten Schuljahr wurde JeKi mit ca. 1.300 EUR unterstützt, in diesem Schuljahr mit ca. 1.700 EUR. Dies gewährleistet die Teilnahme aller sechs Klassen. Der Schulverein freut sich sehr über die Realisierung dieses schönen Projektes und bedankt sich bei allen Familien, die hierzu mit ihrem Mitgliedsbeitrag oder ihrer Spende beigetragen haben. Sehr gern würde der Schulverein das JeKi-Projekt auch im nächsten Schuljahr mitfinanzieren, wenn die Mittel es zulassen.

JeKi – das ist die Kurzform für: „Jedem Kind ein Instrument“. Und das bedeutet, dass die Schüler der ersten und zweiten Klassen im Rahmen des Musikunterrichts spielerisch an eine Vielzahl von Instrumenten herangeführt werden.

Nachdem die Erstklässler schon mit Hilfe von Geschichten, Liedern, Bildern und Materialien Instrumente und deren Klang ausprobieren und ein musikalisches Empfinden entwickeln können, wird in der zweiten Klasse auf diese Grundmusikalisierung aufgebaut.

Die Klasse wird dabei von einem Dozenten der Akademie Hamburg für Musik und Kultur (Kooperationspartner der Schule auch für die nachmittäglichen individuellen Musikstunden) sowie der begleitenden Musiklehrerin unterrichtet. Damit ermöglichen die Lehrerinnen den Kindern in ihrem Unterricht eine ganz neue Möglichkeit Musik zu erleben, das ist eine tolle Chance für die Schüler. Die verwendeten Instrumente sind beispielsweise

  • Streichinstrumente (z. B. Violinen, Viola, Celli)
  • Holzblasinstrumente (z. B. Querflöten, Klarinetten) und
  • Blechblasinstrumente (z. B. Kornette, Posaunen).

JEKI_KON2

 Es gibt vier Module zu den Elementen Wasser, Feuer, Luft und Erde. Die Unterrichtsmaterialien hierfür wurden von der Akademie Hamburg für Musik und Kultur im Auftrag der Hochschule für Musik und Theater Hamburg entwickelt.

Der Unterricht findet dann im Klassenverband statt und gemeinsam wird ein Stück eingeübt:

Ein Beispiel für ein JeKi-Modul ist das Thema „Schiffe ziehn am Horizont“: Die Kinder erzählen sich von ihren Erlebnissen am Meer, schauen Meeresbilder an, ahmen mit ihrem Körper und der Snare Drum sowie Ocean Drum Wasserbewegungen nach und üben ein Lied ein. Mit Tüchern können Wellen angedeutet werden. Auf anderen Instrumenten werden ebenfalls passende Tonfolgen eingeübt, die z. B. das langsame Ziehen der Schiffe, große Wogen und sich kräuselndes Wasser darstellen sollen. Jedes Kind kann sich auf unterschiedliche Weise und nach eigener Vorliebe in das Modul einbringen und trägt zum großen Ganzen bei.

Die Kinder lernen so auf spielerische Weise viele Instrumente und deren Ausdrucksmöglichkeiten kennen. Sie erproben dann das Erlernte im Zusammenspiel mit der ganzen Klasse, wobei das Achten aufeinander und der Zusammenhalt gefördert werden.

Außerdem werden die Schüler an das aktive Musizieren herangeführt und in ersten Schritten angeleitet, ein von ihnen selbst gewähltes Instrument zu erlernen.“

Die gesamte Schulgemeinschaft von St. Antonius dankt dem Schulverein ganz herzlich für die Unterstützung dieses wunderbaren Projektes, an dem alle teilnehmenden Kinder und Lehrerinnen sehr viel Freude haben!

„Schöpfung“ in allen Klassen!

Themantagsmäuse

Die letzte Woche vor den Märzferien brachten in diesem Jahr alle Kinder unserer Schule auf ganz besondere Weise zu, denn in diese Zeit fiel unsere diesjährige Themenwoche. Ausgerufen war das Thema „Schöpfung“, zu dem jede Klasse auf ihre eigene Art und Weise und nicht zuletzt auch nach ihrem eigenen Gusto arbeitete.

So gab es religiöse Unterthemen, zu denen die Kinder nachdachten, diskutierten, bastelten und werkten, andere Klassen hatten naturwissenschaftliche Projekte wie das Erstellen von Sonnensystemmodellen oder die Arbeit auf Naturschutzstationen für sich gewählt, wieder andere versuchten sich beispielsweise im „gastronomischen Bereich“ und bereiteten köstliche Obstcocktails und andere Leckereien zu. Die gesamte Bandbreite hier zu schildern, würde den Artikel sehr lang werden lassen!

Wichtig war uns als katholischer Schule aber auch die Anbindung all dieser thematischen Aktivitäten an den in unserer Gemeinde gelebten Glauben: So trafen sich die Kinder von Montag bis Donnerstag jeden Morgen für einige Minuten in der Aula zu einer kleinen Andacht, die, je nach Altersgruppe, entweder von unserer Gemeindereferentin Frau Sandau oder unserem Vikar Herrn Dr. Vorotnjak angeleitet wurde und aus der die Kinder einen sehr schönen religiösen Impuls mit in ihre jeweilige Themenarbeit nehmen konnten.

Kinder wie Lehrerinnen wünschen sich schon für das nächste Jahr eine ebenso gelungene und bereichernde „Arbeitswoche“ mit vielen Themen, die sonst nicht so tief und eingehend im Unterricht behandelt werden können.